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Als Piano-Man und Student in der Metropole New York
MARCHTRENK. New York, ein gutgehendes Restaurant im Herzen der Metropole: Die
Gäste dinieren stilvoll und lauschen den Klängen des Piano-Man. Und
der ist kein anderer als Dietmar Gabl aus Marchtrenk.
Der 28jährige Student am Bruckner-Konservatorium in Linz ergriff für
rund ein halbes Jahr die Möglichkeit, in der amerikanischen Weltstadt
seine Fertigkeit an den Tasten eines Klaviers zu verbessern. Er führte bei
einem der bekanntesten Jazz-Pianisten, Richie Beirach, sein Studium fort.
"Und dabei ergab sich auch die Möglichkeit, in einem Speiselokal zu
spielen", schwärmt er auch heute noch von diesem Erlebnis.
Der Grund für den Trip nach Übersee, von dem er im Februar
zurückkehrte, war für Gabl aber ein anderer: "Ich wollte einfach
die Wurzeln des Jazz kennenlernen." Das ist seine Stilrichtung, auch wenn
er sich vom Ausdruck Jazz distanziert: "Weil´s soviele Vorurteile dagegen
gibt und sich viele etwas ganz anderes vorstellen. Doch diese Musik ist weit
vielschichtiger."
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Dietmar Gabl (28) komponiert und spielt Jazziges auf dem Klavier
Gabl begann bereits als Sechsjähriger mit dem Klavierspielen, lernte dann
im Laufe der Zeit auch Gitarre und Violoncello. Mit 15 Jahren entdechte er den
Jazz - und der ließ ihn nicht mehr los. Er studierte in Graz und
München und ist seit 1993 ein Schüler am Bruckner-Konservatorium. Mit
Erfolg: Demnächst will er seinen Abschluß machen. Abseits des
Lernstresses hat sich Gabl aber auch als Musiker - vor allem in unserem Raum -
einen Namen gamacht. Er spielte zwei Jahre bei der Band Naima. Derzeit laufen
weiters Projekte mit der Gruppe Barnaluna und dem Duo Tess. "Mit meinem
Partner Ali Angerer habe ich auch eine CD herausgegeben, die bei mir
erhältlich ist", macht er Werbung in eigener Sache. Vier Titel der CD
stammen aus seiner Feder. Was für ihn in seiner Kreativität wichtig
sei? "Bei mir steht der musikalische Ausdruck vor der technischen
Perfektion." Oberflächliche Showelemente versucht er auszugrenzen.
Bleibt nur noch die Frage: Wie geht die musikalische Karriere von Dietmar Gabl
weiter? "Ich möchte noch mehr Kulturen und ihre Musik kennenlernen
und mich dabei weiterentwickeln." Sogar Indien steht dabei als Ziel auf
dem Programm. Doch bei all der Reiselust steht für den 28jährigen
bereits jetzt fest: "Irgendwann bleib i dann da!" Nämlich in
Marchtrenk.
Welser Rundschau, 13.5.1997
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